• Jessica Blömeke

Let's talk about Sex


Über Jahrhunderte wurde von Männern die Sexualität vorwiegend dazu benutzt, um Macht und Gewalt auf die Frauen auszuüben. Um ihre Kraft, die der des Mannes ebenbürtig ist, zu unterdrücken. Es ging um einen rein körperlichen Akt, einen Austausch von Körperflüssigkeiten, der im Wesentlichen den Fortbestand der Menschheit sicherstellen sollte. Der Mann hat im Sex seinen Druck, seinen Ärger abgeladen und die Frau wurde im gewissen Sinne als Mülleimer benutzt - körperlich, seelisch und vor allem auch energetisch. Von Lust, vollkommener Hingabe und Liebe war dabei in den seltensten Fällen die Rede.

So kam es zu einer Umkehr des archetypisch göttlichen Prinzips: Der Mann wurde zum Gebenden, die Frau die Empfangende.

All dieses Leid, diesen Schmerz und diese Gewalt tragen wir heute noch mehr oder weniger als kollektives Erbe in uns. Männer wie Frauen gleichermaßen. Beide Geschlechter leiden darunter. Es ist als ob wir eine Schuld abzutragen haben für Dinge, die unsere Vorväter und -mütter verursacht haben. Ein Teufelskreis, wenn Du so willst, aus dem es aus meiner Sicht nur einen Ausweg gibt: TRANSFORMATION und somit eine Rückkehr zur eigenen göttlichen Quelle.

Um zu verstehen, was ich damit meine, möchte ich einige Worte zum archetypisch weiblichen und archetypisch männlichen Prinzip sagen.

Das archetypisch Weibliche - die Göttin

Die sexuelle Energie einer Frau entspringt in ihrem Schoßraum. Sie ist die Quelle schlechthin. Pure, reine Lebenslust. Liebe. Sich selbst genug. Passiv in ihrer Haltung. Gebiert und manifestiert neue Ideen ins Leben hinein.

Eine Frau, die mit ihrer Quelle verbunden ist, ist wie eine Schale, randvoll gefüllt mit Ambrosia, welches ständig überläuft. Sie ist die Gebende. Sie fließt über vor Lust und Liebe und gibt all ihre überschüssige Energie an den Mann ab.

Das archetypisch Männliche - der Adonis

Die sexuelle Energie des Mannes entspringt in seinem Herzraum. Sie gibt der weiblichen Energie Halt und Form, bietet ihr einen Schutzraum. Sie ist der zündende Funken für neues Leben. Ist zielgerichtet. Pure, reine Kraft und Stärke. Aktiv im Handeln.

Ein Mann, der mit seiner Quelle verbunden ist, erobert. Er holt sich die übersprudelnde Energie der Frau, nimmt sie in sich auf und transformiert diese zu seiner eigenen Kraft.

Die Frau ist allein aufgrund des weiblichen Zyklusses ganz natürlich mit der Erde und ihrer Kraft verbunden. Ist mit ihr und in ihr verwurzelt.

Der Mann hingegen ist ganz natürlich mit dem Universum verbunden. Was ihm fehlt ist die Erdung.

Um ein Leben in Fülle, Reichtum und Liebe zu führen, braucht es beides. Braucht es Verwurzelung in beide Richtungen:

Tief in die Erde hinein und weit ins Universum hinaus. Braucht es eine Verbindung von Schoß- und Herzraum. Dann und erst dann ist es möglich, den berühmten Himmel auf Erden zu kreieren und zu leben. Das gilt sowohl für den männlichen und weiblichen Anteil in einem Selbst als auch für die körperlich-geistig-seelische Verbindung zwischen zwei Liebenden!

Begegnen sich Frau und Mann gemäß dem archetypisch Prinzip, dann wird aus dem rein körperlichen Akt ein göttlicher Akt der Begegnung mit der Quelle. Aus Sex wird making love.

Dabei schenken sich Frau und Mann einander folgendes:

Durch das (Ab)Geben der überfließenden sexuellen Energie der Frau an den Mann, hilft sie ihm sich zu verwurzeln. Sie schenkt ihm Liebe. So vermag er sich zu fühlen. Die Verbindung von Schoß und Herzraum ist hergestellt. Der Mann nimmt die Liebe in sich auf und transformiert so seine eigene Energie. Damit füllt er sein erobertes Territorium auf und ist in der Lage der Frau einen sicheren Schutzraum zu schenken. Das natürliche Gleichgewicht ist hergestellt.

Was aber passiert, wenn sich zwei Menschen begegnen, die noch ungeheilte Wunden in sich tragen? Die noch keine Verbindung zur eigenen göttlichen Quelle haben?

Aus meiner Sicht liegen viele ungeheilte Themen im Sex beziehungsweise werden dadurch sichtbar. Werden durch Sex angetriggert und können durch einen achtsamen und ehrfürchtigen Umgang miteinander jedoch auch durch Sex geheilt werden.

Durch die körperliche Vereinigung sind Mann und Frau energetisch miteinander verbunden. Diese Verbindung ist bereits mit dem ersten Akt hergestellt und wird mit jedem weiteren Akt stärker und fester. Du kannst Dir das wie eine Art Nabelschnur vorstellen.

Ich habe diese Verbindung vor allem zwischen dem Solarplexus von Mann und Frau beobachtet. Jedoch gehe ich davon aus, dass die Energieschnüre auch zwischen den übrigen Chakren bestehen können.

Durch die Verbindung nährt die Frau den Mann. Geschieht das gemäß des oben beschriebenen göttlichen Prinzips ist alles in Ordnung, denn die Energie beider Geschlechter potenziert sich dadurch.

Fehlt der Frau die Anbindung an ihre Quelle, weil sie etwa noch ungeheilte Verletzungen in sich trägt, wird sie durch diese energetische Nabelschnur ausgelaugt. Ihr fehlt das übersprudelne Ambrosia. Hat keine Liebe im Übermaß. Die Schale leert sich anstatt überzulaufen. Sie recycled neben ihren eigenen Energien dann auch noch die Energien des Mannes.

Das Ergebnis: Die Frau fühlt sich gebraucht, beschmutzt und innerlich leer.

Frauen, die den Unterschied zwischen dem Austausch von Körperflüssigkeiten und making love kennen, wissen was ich damit meine!

Was kannst Du als Frau tun, um die Göttin in Dir zu wecken?

Zunächst einmal finde ich es unerlässlich Dein Energiefeld regelmäßig zu reinigen. Dich energetisch von Deinen früheren sexuellen Begegnungen zu lösen. Damit erhälst Du einen Großteil Deiner Kraft zurück. Du hörst auf den Mann oder die Männer mit Deiner Energie zu nähren. Dein Schoßraum reinigt sich.

Um die Energieschnüre zu lösen gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten:

1. Du lebst sieben Jahre enthaltsam. Im Schamanismus wird davon ausgegangen, dass sich nach sieben Jahren sämtliche energetischen Verbindungen von selbst auflösen.

2. Bewusste energetische Durchtrennung. Im Schamanismus gibt es eine Technik, die sich "Rekapitulation" nennt. Mittels dieser Technik kannst Du sämtliche Energiefäden (nicht nur die sexueller Art), die zwischen Dir und anderen Menschen bestehen auflösen. Dadurch kehrt Deine Deine Essenz, Deine Seelenkraft zu Dir zurück.

Ist Dein Energiefeld auf diese Art gereinigt, hast Du schon ein großes Stück getan, um Dir und Deiner Göttin näher zu kommen.

Doch was folgt dann?

Wenn Du keinen Parter hast, kümmere Dich um Dich! Nur um Dich. Was sind Deine Träume, Deine Wünsche Deine Sehnsüchte? Was macht Dir Spaß, was gibt Dir Kraft? Was wolltest Du schon immer tun? Wo befindest Du Dich noch in Abhängigkeiten, die es noch zu heilen gilt?

Nutze Deine Energie für Dich. Kümmere Dich um Deine Schatten. Selbstverantwortlich, schonungslos ehrlich und eigenmächtig. Bis Du so voll von Deiner Energie bist, dass Du überläufst. Und dann verschenke Dich. Erst dann. Bist Du an diesem Punkt angelangt, spürst Du genau an wem Du Dich verschenken willst. Dafür brauchst Du nichts zu tun, außer Dir selbst genug zu sein und Du zu sein. In Deiner vollen Kraft und Schönheit und diese beinhaltet ALLES von Dir: Dein hellstes Licht und Deine dunkelsten Schatten.

Wenn Du einen Partner hast, dann macht Liebe. Bereitet euch gegenseitig dieses göttliche Geschenk. Liebe machen bringt Heilung (und Spaß und Lust und Freude). Vor allem jedoch unendlich viel Heilung. In Dir, in Deinem Partner. Heilung für das Kollektiv und damit für die ganze Welt.

In diesem Sinne: Make love, not war! ;-)

Von Herzen,

Deine Jessica

Photo by Nick Karvounis on Unsplah

#Heilung #Sexualität #Schattenarbeit #makingLove

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