• Jessica Josiger

Über den heilsamen Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit


Mich beschäftigt seit geraumer Zeit meine eigene Verletzlichkeit und mein Umgang damit im Außen.

In mir sehen viele Menschen die mutige, starke Frau, die unbeirrt ihren Weg geht, die sich gegen Konventionen stellt und die, die unbeirrt für ihre Liebe kämpft. Ich habe lange Zeit nicht verstanden, warum niemand beziehungsweise nur wenige auch meine verletzliche Seite wahrnehmen. Die, die so viel Schiss hat, dass er in ein riesengroßes Containerschiff hineinpasst. Die, die mehr als einmal kurz davor war alles hinzuschmeißen und die, die irgendwann einmal vor langer, langer Zeit beschlossen hat, dass Liebe weh tut.

Mir ist klar, dass meine extrem weiche, verletzliche Seite kaum jemand sieht, weil ich sie nur selten zeige. Ich stehe hier mit meinem Business in der Öffentlichkeit und obwohl ich ein Thema bediene, bei dem es um sich zeigen geht, bei dem der Name Soul-Strip Programm ist, und dennoch ist für mich jeder einzelne Post und jedes einzelne Wort darin ein Balanceakt zwischen zu viel und zu wenig.

Ich habe ein paar wichtige Lektionen gelernt in diesen Tagen, die ich gern mit euch teilen möchte, weil ich glaube, nein, weil ich weiß, dass sie wichtig sind.

Wer meine ersten Zeilen aufmerksam gelesen hat wird festellen, dass ich geschrieben habe, dass ich “unbeirrt um meine Liebe kämpfe“ und dass ich beziehungsweise genauer gesagt ein Teil in mir, “vor langer, langer Zeit beschlossen hat, dass Liebe weh tut“. Und wer meinen Worten nachspürt merkt, dass beide Aussagen ein Widerspruch in sich sind.

Ich arbeite nun schon so viele Jahre im psychosozialen Bereich und davon bestimmt die doppelte Anzahl an Jahren an meiner eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Die Menschen, die mich noch von früher kennen, wissen wie hart ich war und wie wenige Menschen ich wirklich an mich heran gelassen habe. Ich hatte einen “wenn Blicke töten können“ Blick, mit dem ich mir allein durch meine Ausstrahlung und diesem Blick die Leute, aber vor allem die Männer, vom Leib gehalten habe. Gleichzeitig war ein Teil in mir, der weiche, weibliche Teil, der sich nach Hingabe, echter Nähe und Verletzlichkeit zeigen gesehnt hat. Ich habe nie wirklich verstanden, wieso manche Dinge so unerreichbar für mich schienen. Bis jetzt oder genauer gesagt bis Sonntag Nacht.

In mir, also so ganz, ganz tief, hat sich gut ein kleines zutiefst allein gelassenes und sich von ihrer ersten großen Liebe - ihrem Vater- betrogen gefühltes Mädchen versteckt. Dieses kleine Mädchen glaubte noch immer, dass sie für die Liebe eines Mannes kämpfen muss, weil sie in in ihren prägensten Jahren gelernt hat, dass sie in dem Moment, in dem sie sich am verletztlichsten zeigt, verlassen wird, weil sie beziehungsweise ihre Art zu sein “zu viel“ ist.

So kollidierten in mir das Männer- und damit gleichbedeutend das Frauenbild des kleinen Mädchens und das Männer- und Frauenbild der erwachsenen Frau in mir. Die erwachsene Frau weiß nämlich sehr wohl aufrichtige, von Herzen gute Männer von den sog. Badboys zu unterscheiden. Dafür sind ihre Sinne scharf genug. Auch weiß die erwachsene Frau, welches Frauenbild sie leben möchte. Dafür hat sie vor allem in den vergangenen Jahren so viele tolle Frauen in ihrem Leben gehabt, die ihr ein Vorbild waren und noch immer sind.

Das blöde an der Sache ist nur, dass wenn in einem drin praktisch zwei völlig verschiedene Erfahrungswelten aufeinander prallen, dass wenn es hart auf hart kommt, sprich, wenn Dein innerstes sich in seinen Grundfesten bedroht fühlt, sich Dein System automatisch für die früheste Erfahrung und das damit verknüpfte Glaubenskonstrukt entscheidet.

Ich weiß um all der Mechanismen, die sich bei Traumata abspielen. Dafür bin ich zu gut, in dem was ich tue. Wenn es jedoch um einen selbst geht, ist man häufig blind. So kämpfte ich noch immer um die Liebe dieses einen Mannes, von dem ich weiß, dass er der Beste ist und habe nicht bemerkt, dass noch immer, nach all der Zeit noch immer unsere kleinen inneren Kinder miteinander ringen und sich im Grunde damit selbst verletzen.

Sonntag Abend habe ich im Angesicht meines größten Schmerzes und in meinem Mut mich verletzlicher zu zeigen denn je, ein wundervolles Geschenk erhalten: Das kleine Mädchen in mir durfte erleben und spüren wie es ist im Moment der größten Verletzlichkeit nicht verlassen zu werden. Wie der zugleich schmerzhafte und heilsame Raum getragen und gehalten wurde.

Glück und Leid liegen so nah beieinander. Genauso wie Liebe und Schmerz. Das mag abgedroschen klingen, wenn ich schreibe, dass es, vor allem im Dualseelenprozess, immer wieder darum geht all das loszulassen, was Du am meisten liebst und von dem Du befürchtest, Du könntest es für immer verlieren, aber es ist so.

Ich kann schon gar nicht mehr zählen wieviele kleine und große Tode ich in den vergangenen 20 Monaten, der Beginn meines eigenen Dualseelenprozesses, gestorben bin. Und mit jedem Tod ist eine weitere Schicht von mir abgefallen. Bin ich noch tiefer hineingetaucht in mir. Bin noch ein Stück weiter angekommen. In mir. Bei mir. In meiner Ganzheit.

Ich wurde neulich bei YouTube von einem männlichen Herzmenschen gefragt, ob ihr Dual bei einer Trennung ebenso leidet, weint und tagelang an nichts anderes denkt als an ihm oder sie oder ob Dual in diesem Fall bedeutet, dass er oder sie sich freut, dass das Gegenstück weg ist....

Er (oder sie) leidet auch, trauert, spürt den Verlust. Er (oder sie) tut es auf seine (oder ihre) Art. Aber auch hier ist es wie mit allem auf dem Dualseelenweg: Dein Zweiter ist Dein Spiegel. Immer und zu jeder Zeit, auch in der Trennung. Trennst Du Dich im Groll, bekommst Du Groll zurück. Trennt ihr euch in Liebe, so sehr es für den Moment auch weh tun mag, bekommst Du Liebe zurück.

Auf all die Fragen, die Du Dir im Laufe Deines Dualseelenprozesses stellst, gibt es im Grunde nur eine Antwort: Liebe.

Wenn Du in der Liebe bleibst, lässt Du ihn (oder sie) gehen, auch wenn es Dir das Herz zerreißen scheint. Bleib unbesorgt, Dein Herz zerreißt nicht. Im Gegenteil, es heilt und wächst zusammen.

"Dualseelen sind die Brücke. Sie repräsentieren die Waage, das kosmische Gleichgewicht. Sie sind so unendlich wichtig für die menschliche Entwicklung."

Dualseelen sind die Brücke. Zwischen Liebe und Angst. Zwischen der Seele, die unendlich ist und dem Körper, der ihr zu Hause ist. Zwischen Innen und Außen. Zwischen dem Männlichen und dem Weiblichen.

Liebe kämpft nicht und Liebe tut auch nicht weh. Liebe ist frei von jeglicher Erwartung oder gar an Bedingungen geknüpft.

Liebe ist frei. Liebe ist leicht. Liebe hält den Raum. Liebe lässt los.

Sonntag war der wohl schrägste Tag in meinem Leben, der mir gezeigt hat wie nahe Glück und Leid beieinander liegen. Wie wichtig Übergänge und Abschiede sind. Wie wichtig es ist, den eigenen Raum zu halten. Die Energie und den Fokus auf Dein Ziel zu halten. Wie groß Liebe ist und wie schmerzhaft es zunächst ist falsche, anerzogene Vorstellungen von Liebe loszulassen, wenn sie auf einer noch tieferen Ebene erfahren und gefühlt wird. Hinzu kommt, dass der Sonntag ein 23. war.

Die Zahl 23 hat eine Schlüsselrolle in meinem Leben. Es war der Tag der Tag- und Nachtgleiche. Der Tag, an dem alles im Gleichgewicht ist. Der Tag, an dem die Sonne ins Zeichen Waage gewandert ist und der Mond, der für die weiblich-weiche, fühlende Seite steht, in das Zeichen Widder wandert. Ich bin an einem 23. geboren im Sternzeichen Widder. Ich habe ein Kämpferherz und nehme es sogar mit einem Säbelzahntiger auf. Die Waage ist das Gegenstück zum Widder. Sie repräsentiert die Qualität, in die der Widder im Laufe seiner seelischen Entwicklung optimaler Weise hineinwächst.

Dualseelen repräsentieren diese Waage. Sie sind das kosmische Gleichgewicht. Die Brücke. Und weil Dualseelen so wichtig sind für die menschliche Entwicklung und weil es so wichtig ist, dass sie erwachen und sich auf ihren Weg machen und ihre Aufgabe annehmen, schreibe ich all das auf. Teile ich meine verletzlichste Seite mit Dir.

"Alle Dualseelen haben einen heilerischen Auftrag für diese Welt. Alle. Jede einzelne. Jede birgt eine besondere Qualität, eine besondere Schwingung in sich, die es zu entfalten und schließlich zu leben gilt. Mutig, mit Liebe und mit Stolz."

Meine Aufgabe ist es Dualseelen bei ihrem Erwachen zu begleiten. Wir alle, damit meine ich alle Dualseelen, haben einen heilerischen Auftrag für diese Welt. Alle. Jede einzelne. Jede birgt eine besondere Qualität, eine besondere Schwingung in sich, die es zu entfalten und schließlich zu leben gilt. Mutig, mit Liebe und mit Stolz. Diese Heilung beginnt in Dir. Am tiefsten Punkt Deines größten Schmerzes wächst die Liebe. Am Tag eurer Begegnung wurde der Samen der Liebe genau an diesem Punkt gesät und von dort an, wächst und gedeiht er. Unaufhaltsam und völlig ungeachtet dessen, wie sehr Du kämpfst und machst und tust. Liebe lässt sich nicht aufhalten. Schon gar nicht von Deinem begrenzten Egoverstand. Die einzige Wahl die Du dabei hast, ist zu entscheiden, ob Du den Weg der Liebe wählst oder den Weg der Angst. Beide Wege schmerzen. Der einzige Unterschied besteht darin worauf Du immer und immer wieder den Fokus legst: Liebe und loslassen oder Angst und Festhalten.

Bist Du bereit für den Weg der Liebe?

Dann melde Dich bei mir. Ich bin für Dich da und begleite Dich mit meinem Soul-Harmony-Coaching für 3 oder 12 Monate auf Deinem Weg. Intensiv und ganz individuell auf Dich und Deine Bedürfnisse abgestimmt, denn trotz aller Gemeinsamkeiten, hat jeder Dualseelenprozess seinen ganz eigenen Weg. Mein Coaching ist limitiert und aktuell habe ich nur noch zwei freie Plätze zur Verfügung. Je einen für die dreimonatige und die Jahresbegleitung.

Schreib mir eine Nachricht an info.jessica@josiger.de und lass uns einen Termin vereinbaren. Ich nehme mir 30 Minuten Zeit nur für Dich und Dein Thema. Wo stehst Du, wo willst Du hin und wie kann ich DIr dabei am besten helfen kann. Wir lernen uns kennen und schauen, ob wir zusammen arbeiten möchten und wenn es passt, dann passt es.

Ich freue mich auf Dich.

In Liebe,

Deine Jessica

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